Parkerleichterung

Parkerleichterung

Viele kennen den blauen, EU-einheitlich gekennzeichneten Parkausweis. Die hierfür ausgewiesenen Behindertenparkplätze mit dem Rollstuhlsymbol bleiben ausschließlich Menschen mit dieser Ausnahmegenehmigung vorbehalten.

Weniger bekannt sind die hilfreichen gelben und orangefarbenen Sonderparkausweise. Sie berechtigen

  • zum Parken im eingeschränkten Haltverbot (Zeichen 286 und 290.1) bis zu drei Stunden,
  • im Zonenhaltverbot (Zeichen 290.1/290.2) die    zugelassene Parkdauer zu überschreiten,
  • an Stellen mit Zeichen 314 und 315 und Zusatzzeichen zur Begrenzung der Parkzeit diese zu überschreiten,
  • in Fußgängerzonen (Zeichen 242.1/242.2), in denen das Be- und Entladen für bestimmte Zeiten erlaubt ist, während der Ladezeiten zu parken,
  • an Parkuhren und Parkscheinautomaten ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung zu parken,
  • auf Parkplätzen für Bewohner bis zu drei Stunden zu parken,
  • in verkehrsberuhigten Bereichen (Zeichen 325.1/325.2) außerhalb gekennzeichneter Flächen ohne Behinderung des Verkehrs zu parken, sofern in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht.

Die Parkerleichterungen dürfen mit allen Kraftfahrzeugen in Anspruch genommen werden. Die höchstzulässige Parkdauer beträgt 24 Stunden.

Wer kann diese Parkerleichterungen in Anspruch nehmen?

Den gelben Parkausweis erhalten Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern u.a. ab einem GdB von 70, dem Merkzeichen G und einer maximalen Gehstrecke von 100 Metern. Die bundesweit gültigen orangefarbenen Ausweise bekommen ihre Gültigkeit, wenn Sie zu den Personen zählen, denen die Merkzeichen G und B, jeweils mit einem Grad der Behinderung von mindestens 80 allein für Funktionseinschränkungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken) zuerkannt wurden. Falls Ihnen nur die entsprechenden Funktionseinschränkungen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 70 zugesprochen wurden, werden Ihnen die Sonderparkrechte nur gewährt, wenn Sie zusätzlich einen GdB von mindestens 50 für Funktionsstörungen des Herzens oder der Atemwege haben. Ähnliches gilt auch für bestimmte Magen-Darm Erkrankungen oder für Stomaträger.

Wie erhalten Sie die verschiedenen Parkausweise?

Für die Antragstellung zum Erhalt der Ausnahmegenehmigungen und Parkausweise sind in allen amtsfreien Städten / Gemeinden und Ämtern die jeweiligen Straßenverkehrsbehörden zuständig. Hier erhalten Sie auch Informationen und Beratung. Weitere Informationen online hier